Verleihung des 21. B.Z. Kulturpreises in Berlin

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Berlins Kunst- und Kulturszene feierte am Donnerstagabend den B.Z.-Kulturpreis. In der Ullstein-Halle des Berliner Axel-Springer-Hauses verfolgten mehr als 600 Gäste die Preisverleihung, bei der die begehrten B.Z.-Bären für herausragende künstlerische Leistungen vergeben wurden.

Autor und Journalist Hellmuth Karasek überreichte Marcel Reich-Ranicki den begehrten B.Z.-Bären für dessen Lebenswerk. In seiner Laudatio würdigte er Deutschlands wohl bekanntesten Literaturkritiker und erklärte, dass er in Berlin die Auszeichnung mehr verdiene als in jeder anderen Stadt.

Ausgezeichnet wurde auch die Schauspielerin Senta Berger, die sich seit Jahren für den Deutschen Film engagiert. Sie freute sich insbesondere, den B.Z.-Kulturpreis in Berlin zu erhalten, denn in der Hauptstadt habe sie im Alter von 19 Jahren das Handwerk ihres zukünftigen Berufes, der Schauspielerei, erlernt. Für den Berliner Club „Berghain“ nahmen Sven Marquardt und Marcel Dettmann die Auszeichnung entgegen. „Wir verstehen den Preis als Würdigung der Berliner Clubszene“, erklärten sie dem Publikum.
B.Z.-Kulturpreis

Schriftsteller Wladimir Kaminer erhielt den B.Z.-Bären in der Kategorie „Literatur“. Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki überraschte als Laudator für Preisträger und Entertainer Frank Zander: „Dieser Mann ist ein Vorbild für menschliches und soziales Engagement. Und er hat etwas Besonderes herausgestellt: das Recht auf ein Fest, auf ein Weihnachtsfest“, so Woelki über Zander, der jedes Jahr ein großes Gänsebratenessen für Obdachlose in Berlin organisiert.

Ein künstlerisches Highlight des B.Z.-Kulturpreises war der Auftritt von Flötist Ian Anderson (Jethro Tull) als Ehrung für die Kammerakademie Potsdam, Preisträger in der Kategorie „Klassik“. Das Ensemble hatte im Sommer 2011 mehr als 40.000 Berliner am Wannsee verzaubert. Auch die Performance-Künstlerin Marina Abramovic, die die Kunstszene Berlins inspiriert und bereichert hat, freute sich über die künstlerische Darbietung des Staatsballetts Berlin, das für sie das Pas-de-deux „Transparente“ tanzte.

Ein weiterer B.Z.-Bär ging an Schlagermusiker Roland Kaiser. Zunächst spielte die Mariachi-Ensemble „Sol Latino“ ein Medley seiner Erfolgstitel, anschließend griff der Sänger selbst zum Mikrofon und bedankte sich mit einem Lied.

Bei der diesjährigen Preisverleihung waren zudem zahlreiche Prominente wie Arnulf Baring, Nadeshda Brennicke, Dieter Hallervorden, Cherno Jobatey, Dieter Kosslick, Guido Maria Kretschmer, Christian Lindner, Alexandra Oetker, Benjamin von Stuckrad-Barre und Ferdinand von Schirach und zu Gast. Durch das Programm führte Schauspielerin und Sängerin Meret Becker.

Seit 1992 vergibt Berlins größte Zeitung jährlich den B.Z.-Kulturpreis. Ausgezeichnet werden deutsche und internationale Persönlichkeiten, die mit ihren herausragenden Leistungen zur kulturellen und künstlerischen Vielfalt in der Hauptstadt beigetragen haben. Preisträger der vergangenen Jahre sind u. a. Georg Baselitz, The BossHoss, Christo und Jeanne-Claude, Paul van Dyk, Sir Norman Foster, Nina Hagen, Udo Jürgens, Anselm Kiefer, Karl Lagerfeld, Daniel Libeskind, Udo Lindenberg, Jonathan Meese, Max Raabe und Nora Tschirner.


(c) B.Z. (Text, Bilder)

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