POLYTON 2026 – Die Musikpreise wurden verliehen
Berlin wurde einmal mehr zum Resonanzraum der deutschen Popkultur: Mit der dritten Ausgabe des POLYTON-Musikpreises hat die Akademie für Populäre Musik ihre Vision einer unabhängigen, künstlerisch geprägten Plattform eindrucksvoll bestätigt. Im atmosphärisch aufgeladenen Atelier Gardens versammelten sich Popstars, Newcomer und zentrale Stimmen der Branche zu einem Abend, der weit über eine klassische Preisverleihung hinausging.
Der POLYTON versteht sich als mehrdimensionales Format: Auszeichnung, Live-Erlebnis und Diskurs verschmelzen zu einem Gesamtbild, das den aktuellen Zustand der Popmusik nicht nur abbildet, sondern aktiv mitgestaltet. Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigte sich auch 2026 eindrucksvoll – sowohl auf der Bühne als auch im Publikum.
Pop in seiner ganzen Bandbreite
Die musikalischen Performances spiegelten die Vielfalt der deutschen Poplandschaft in all ihren Facetten. Künstlerinnen und Künstler wie Christin Nichols, MIA., Domiziana, Annett Louisan, Heinz Rudolf Kunze und Giovanni Zarrella verwandelten den Abend in ein vielschichtiges Klangbild zwischen Intimität, Energie und Haltung.
Der POLYTON bleibt damit seiner Idee treu, Pop nicht als Genre, sondern als kulturellen Raum zu begreifen – offen, divers und stets im Dialog mit gesellschaftlichen Entwicklungen.
Mehr als ein Preis
Auch politisch fand der Abend klare Worte. Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer war zur Verleihung gekommen und erklärte: „Ohne (Pop-)Musik wäre unser Alltag nicht nur stiller, sondern ärmer, grauer und sehr viel weniger menschlich.“ Er freue sich deshalb, dass die unabhängige Arbeit der Akademie, die diesen Preis erschaffen hat, durch BKM gefördert wird.
Gerade diese Unabhängigkeit ist es, die den POLYTON von klassischen Musikpreisen unterscheidet. Die Auszeichnung wird bewusst jenseits von Verkaufszahlen und Chartplatzierungen vergeben – stattdessen stehen künstlerische Qualität und gesellschaftliche Relevanz im Fokus.
Insgesamt wurden Preise in acht Genres sowie in der Kategorie Newcomer verliehen – ein klares Signal für die Vielstimmigkeit und Dynamik der deutschen Popmusikszene.
Von Musikern für Musiker
Der Leitgedanke „von Musikern für Musiker“ prägt den POLYTON in seiner gesamten Struktur. Die Perspektive der Kreativen selbst rückt ins Zentrum und schafft eine neue Form der Anerkennung, die sich nicht an Marktmechanismen orientiert, sondern an künstlerischer Substanz.
Mit seiner dritten Ausgabe etabliert sich der POLYTON-Musikpreis endgültig als feste Größe im kulturellen Kalender – nicht nur als Preis, sondern als Plattform, die Popmusik als gesellschaftliche Kraft sichtbar macht. Berlin liefert dafür einmal mehr die passende Bühne: roh, lebendig und voller Geschichten.
POLYTON-Preisträgerinnen und Preisträger 2026
Kategorie POP: RAGE GIRL (Remix) – Nina Chuba, Marie Bothmer, Kauta, Rua, Kayla Shyx, Eli Preiss, Esther Graf, LAYLA (Track)
Kategorie PUNK: Alter Zorn – Turbostaat (Album)
Kategorie SCHLAGER: Universo – Giovanni Zarrella (Album)
Kategorie HYPERPOP: Club Inferno – Domiziana (EP)
Kategorie RAP: Alles oder Nix – SSIO (Album)
Kategorie INDIEPOP: A Different Life – CATT (Album)
Kategorie EDM: Berlin Beats: Ellen Allien – Ellen Allien (Liveset am Hamburger Bahnhof)
Kategorie ROCK: I Just Want to Be a Sound – Kadavar (Album)
Kategorie NEWCOMING: Jonny Mahoro