The Banshees of Inisherin – Schwarzer Humor trifft irische Melancholie

Von Maimouna Ferro

Am 5. Januar läuft mit The Banshees of Inisherin der nächste Streich von Martin McDonagh in den deutschen Kinos an. Der britisch-irische Regisseur/Drehbuchautor/Produzent kann nach Filmen wie Brügge sehen … und sterben, 7 Psychos und Three Billboards Outside Ebbing, Missouri offensichtlich seinen Run an hochgelobten Werken fortsetzen. Denn auch seine neue Tragikomödie gilt bereits zum erweiterten Favoritenkreis für die Oscarverleihung 2023. Weltpremiere feierte The Banshees of Inisherin bereits vergangenes Jahr beim Venice International Film Festival. Die beiden irischen A-Lister Colin Farrell und Brendan Gleeson spielen sich über knapp zwei Stunden auf höchstem Niveau die Bälle zu. Gedankennahrung darüber, was wirklich im Leben zählt.

Schauplatz ist die fiktive, an der Westküste gelegene Insel Inisherin zu Zeiten des irischen Bürgerkriegs in den 1920ern. Von einem Tag auf den anderen beginnt der Volksmusiker Colm (Brendan Gleeson) seinen bis dahin besten Freund Pádraic (Colin Farrell) einfach zu ignorieren. Seine Begründung: er sei zu alt und weitere Zeitverschwendung im Leben könne er sich nicht leisten. Colm will sich von nun an den für ihn wirklich bedeutsamen Dingen, wie der Musikkomposition, widmen. Der einfältige, jedoch gutmütige Pádraic versteht daraufhin die Welt nicht mehr und gibt sich zunehmend verzweifelt über die Zurückweisung. Doch Colm unterstreicht wie ernst er es meint und stellt seinem ehemaligen Freund ein zunächst absurd wirkendes Ultimatum. Auf eine harmlose Zankerei folgt eine Eskalation der Gewalt, ganz so wie es die „Banshee“ (Geisterfrau in der keltischen Mythologie) prophezeit hat.


Kinostart 5. Januar 2023

Titelbild ©The Walt Disney Company Germany GmbH

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