RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH: Premiere in Berlin

Der Kampf um die Freilassung ihres Sohnes Murat katapultiert die türkische Hausfrau Rabiye Kurnaz aus ihrem Bremer Reihenhaus direkt in die Weltpolitik und schließlich vor den Supreme Court in Washington. Die siebte gemeinsame Arbeit von Regisseur Andreas Dresen und Drehbuchautorin Laila Stieler gewann bei der Berlinale zwei Silberne Bären (für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle und das Beste Drehbuch) und begeisterte das Festival-Publikum.

Am 28. April feierte RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH in Anwesenheit von Hauptdarsteller Alexander Scheer, Regisseur Andreas Dresen, der Bären-Gewinnerinnen und Drehbuchautorin Laila Stieler sowie dem Anwalt der Familie Kurnaz, Bernhard Docke, Premiere im Kino International Berlin.

Murat ist weg. Inhaftiert im US-Gefangenenlager Guantanamo. Rabiye Kurnaz (Meltem Kaptan), Bremer Hausfrau und liebende Mutter, versteht die Welt nicht mehr. Geht zur Polizei, informiert Behörden und verzweifelt fast an ihrer Ohnmacht. Bis sie Bernhard Docke (Alexander Scheer) findet. Der zurückhaltende, besonnene Menschenrechtsanwalt und die temperamentvolle, türkische Mutter – sie kämpfen nun Seite an Seite für die Freilassung von Murat. Papier ist geduldig, Rabiye ist es nicht. Eigentlich möchte sie nur zurück zur Familie in ihr Reihenhaus und wird doch immer wieder in die Weltgeschichte katapultiert. Sie zieht mit Bernhard bis vor den Supreme Court nach Washington, um gegen George W. Bush zu klagen. Bernhard gibt dabei auf sie acht. Und Rabiye bringt ihn zum Lachen. Mit Herz und Seele. Mit letzter Kraft. Und am Ende geschieht, was niemand mehr für möglich hält.

Mit überwältigender Präsenz und erdigem Alltagswitz gibt Meltem Kaptan als Rabiye Kurnaz ihr deutsches Kinodebüt. Alexander Scheer spielt mit geduldiger Zurückhaltung den Menschenrechtsanwalt Bernhard Docke. In weiteren Rollen sind Charly Hübner, Nazmi Kirik und Sevda Polat zu sehen.

RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH ist eine Produktion der PANDORA FILM PRODUKTION in Koproduktion mit ISKREMAS FILMPRODUKTION und CINÉMA DEFACTO, unter Senderbeteiligung von NDR mit RBB, BR, RADIO BREMEN, ARTE und ARTE FRANCE CINÉMA und wurde unterstützt von FILM UND MEDIENSTIFTUNG NRW, DEUTSCHER FILMFÖRDERFONDS, DIE BEAUFTRAGTE DER BUNDESREGIERUNG FÜR KULTUR UND MEDIEN, FILMFÖRDERUNGSANSTALT, MEDIENBOARD BERLIN-BRANDENBURG, NORDMEDIA, CENTRE NATIONAL DU CINÉMA ET DE L’IMAGE ANIMÉE.

Fotos René du Vinage

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