Ein fulminantes Konzert in der Berliner Philharmonie

Mit der Ouvertüre aus „Coriolan“ von Beethoven wurde das erste Sinfoniekonzert des Jahres vom Jungen Sinfonieorchester Berlin im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie unter der Leitung von Andreas Schulz eröffnet.

Mit der Ouvertüre aus „Coriolan“ von Beethoven wurde das erste Sinfoniekonzert des Jahres vom Jungen Sinfonieorchester Berlin im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie unter der Leitung von Andreas Schulz eröffnet. Die Ouvertüre kennzeichnet eine geballte, geradezu trotzige Energie, hohe emotionale Sensibilität, schlüssige und unmittelbar verständliche Themenverarbeitung und eine klare Form. Mit viel Liebe zum musikalischen Detail schaffte das Orchester nach einer intensiven Probenphase einen sehr guten Auftakt in das Konzert.

Danach folgte Bruchs Doppelkonzert für Klarinette und Viola (bearb. für Violine und Viola) in e-Moll zusammen mit Gernoth Süßmuth (Violine) und Felix Schwartz (Viola) als Solisten. Beeindruckend zeigten die beiden Musikprofis mit dem jungen Orchester ein facettenreiches musikalisches Wirken mit viel Dynamik großem Verständnis für das Komponierte. Die Farben der beiden Instrumente Geige und Viola sind einander ebenso fern wie nahe, und ihr Wechselspiel eröffnet manch einen tieferen Blick in die Kompositionsweise Max Bruchs.

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Selbstbewusst und mit Elan präsentierte das Orchester in der zweiten Hälfte des Konzertes die 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Hierbei konnte die Vielfalt, die in diesem Orchesterapparat steckt, gezeigt werden.

Von einem kaum hörbaren pianissimo bis hin zu einem imposanten fortissimo – Andreas Schulz konnte seinem sehr diszipliniertem Orchester die komplette Bandbreite der Musikalität entlocken. Den Musikern merkt man an, dass die Freude an der Musik im Vordergrund steht und es an Spaß nicht fehlt.

Sehen und hören kann man das JSO Berlin wieder am 03.03.2015 um 20:00 Uhr im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie. Gespielt wird Beethovens Tripelkonzert mit den Solisten Tomasz Tomaszewski, Arthur Hornig (1. Konzertmeister und Solocellist im Orchester der Deutschen Oper) und Andreas Schulz am Klavier. Ebenso wird an diesem Abend Dvoraks 9. Sinfonie zu hören sein.

© RCR Niklas Faralisch

Fotos © RCR René du Vinage

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